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Brustkrebs (Mammakarzinom): Prognose



Wie nach einer erfolgreichen Therapie bei Brustkrebs der weitere Verlauf der Erkrankung einzuschätzen ist, hängt von verschiedenen Prognosefaktoren ab. Dazu gehören:
  • Tumorgröße und -ausdehnung
  • Lymphknotenbefall
    Sie stellen bisher den stärksten prognostischen Faktor dar. Die Prognose verschlechtert sich mit steigender Zahl der befallenen Lymphknoten.
  • Differenzierungsgrad der Zellen (Grading)
    Grad 1 hat die beste Prognose, Grad III neigt zu Metastasierung.
  • Hormonrezeptoren für Östrogen und Progesteron
    Beide Rezeptortypen verbessern die Prognose, da dann eine Hormontherapie möglich ist.
Neben diesen herkömmlichen Prognosefaktoren, die routinemäßig bestimmt werden, gibt es noch neuere Prognosefaktoren, die das Wachstum des Tumors und seine Neigung Metastasen zu bilden, charakterisieren oder die die Entscheidung für eine spezielle Therapie erleichtern (zum Beispiel der uPA/PAI-1 Test).

Nach kompletter Entfernung der Brust (Mastektomie) bildet sich bei vier Prozent der Frauen ein erneuter Tumor an der Brustwand und bei einem Prozent in der Achselhöhle. Nach fünf Jahren leben von diesen Frauen noch 50 Prozent.

Die meisten Rezidive treten innerhalb von zwei Jahren nach der Erstbehandlung auf, 80 bis 90 Prozent der Rezidive innerhalb von fünf Jahren.

Insgesamt hat sich die Prognose für Frauen mit metastasiertem Brustkrebs in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert. Die mittlere Fünf-Jahres-Überlebensrate konnte für diese Patientengruppe von 10 auf 40 Prozent gesteigert werden.

Die Fünf-Jahres-Überlebensrate für alle Frauen mit Brustkrebs liegt in Deutschland derzeit bei 81 Prozent.
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